Laufbericht: Georgsmarienhütter Null, 13.12.2008

 

Georgsmarienhütter Null 2008

 
Es war ein tolles Wochenende. 

 

220 abgedrehte, teils skurrile, Ultramarathonläufer kamen von Berlin bis aus den Niederlanden und von der Nordsee bis aus der Schweiz zusammen, um gemeinsam Advent zu feiern.

 


Das taten wir auch mit einem gemeinsamen Abendessen, einer gemeinsamen Nacht in Schlafsäcken auf dem Boden eines Gymnastikkellers, einem Superfrühstück und dann einem Hammerlauf. 

 

 

 

Bedingungen: Boden trocken und gefroren, am Start Temperatur -2°C, trockene Luft, blauer Himmel, Sonnenschein. 50 km voll verschärft durch Steigungen, die aber völlig an Bedeutung verlieren angesichts der wirklich relevanten Herausforderungen. Es ist ein richtiger Crosslauf. Hier heißt es, immer Augen auf, immer balancieren, wo trete ich hin, damit ich nicht umknicke oder falle. Glaubt ihr nicht? Bilanz: Von unseren neun RP Ultramarathonteam Startern sind drei unterwegs gestürzt. Nach kurzem Schütteln ging es aber wieder ohne schwere Verletzungen weiter. 

 

 

Nächste Herausforderung: Nicht verlaufen, nicht vom Weg abweichen. Immer Augen auf und nach Wanderzeichen an Bäumen, Mauern, Holzpfählen etc. achten. Wer nicht aufpasst wird bestraft. Weg verloren bedeutet Extrakilometer. Man muss wieder zurücklaufen, wo findet man die nächste Null, wo hat man den Abzweig verpasst. Wunderbar! Mühelos durch verlaufen auf 60 km auszudehnen. Aber unser Team hat sich super durchgeschlagen. Keiner ging verloren, obwohl sich die Gruppenformation nach 30 km auflöste. Alle kamen durch und wir konnten uns sowohl mit unseren soliden Laufleistungen als auch mit unseren neuen Teamjacken in der Schar der Ultramarathonis sehen lassen. (Danke noch mal an die Sponsoren Dietmar Groß, Michael Kriwet und Harald Prochnow. Topqualität, guter Sitz, sehr gute Klimatisierung, optimaler Windschutz) Im Ziel erhielten unsere frisch gebackenen Ultras Astrid, Kalle und Axel dann auch unter Jubelrufen in glückseeligen Umarmungen feierlich ihre verdienten Ultrateamjacken für die bestandene Feuerprobe überreicht. 

 

Jetzt wurde weiter Advent gefeiert mit Kaffee und Christstollen und Rosinenbrot. Dazu lief die Siegerehrung für besondere Taten und Teilnahmen. Magistertitel für Läufer, die schon 10 mal dabei waren und Berg- und Talführer Patente für die 5. Teilnahme. Dazu gibt es dann jeweils für Magister rote und Berg und Talführer gelbe Shirts auf denen vermerkt ist. "Georg hat gesagt, ich kenn die Strecke" (Georg ist Georg Rolfing, der den Lauf zum 43. mal veranstaltet) Diese roten und gelben Shirts sind auf der Strecke eine gute Orientierung, wenn man nicht weiß, wo es lang geht, aber dahinten ein rotes Hemd läuft. (Kann natürlich auch eine unbeteiligte Person in roter Jacke sein, ...) Bei der Ehrung wurden aber auch alle RP Ultrateamstarter, die zum ersten mal da waren, namentlich aufgerufen und nach vorn gebeten. Sie erhielten eine sehr schöne Urkunde mit Siegellack und wurden mit dem Ehrentitel "Nuller" gekürt. 

 

 

Überraschend erhielten Betty und Kalle eine Sonderurkunde als "Nuller NBE" das heißt "mit besonderer Ehrung", da Betty die 275. Frau und Kalle der 1200 Mann war, die sich zum GM-Null angemeldet haben. (Daran sieht man, es kommen immer die selben und das immer wieder) Dazu wurde gesungen, gelacht und wir hatten einen Riesenspaß. Es war insgesamt so lustig, dass ich gar nicht weiß, ob mein Muskelkater vom Laufen oder Lachen ist. 


Eins steht fest: Nächstes Jahr fahren wir wieder hin!

Micky


Links:
http://www.rollfing.de/indexde.html

 

 

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