Laufbericht: Stockholm Marathon (31.05.2008); Andreas Pützer (Team Ratingen)

 

Freitag, den 30.05.2008, 9:00 Uhr

Wir, das sind Ursula Hilger, Birgit Rohdemann, Klaus Lenzen und ich landen in Stockholm.

Herrliches Wetter empfängt uns. Nach 45 Minuten Busfahrt sind wir im Zentrum. Einchecken und ab in die Stadt, erste Eindrücke sammeln.
Danach geht es zur Marathonmesse am alten Olympiastadion, wo wir die anderen RP-ler treffen.

Starten wir doch mit 12 Läufern aus den Ratinger Teams 2007 u. 2008. 

Die Startnummernausgabe klappt reibungslos. Draußen auf dem Nebenplatz ist die Pasta-Party im vollen Gange. Auf eine Pasta-Party geht man nicht wegen der Nudeln,die kann man besser beim Italiener essen, sondern um Marathonatmosphäre zu schnuppern. Auf einer Bühne wird Livemusik gemacht und ein Moderator bringt die Menge in Stimmung.
Am nächsten Morgen können wir ausschlafen, denn der Start ist erst um 14:00 Uhr. Das ist eher ungewohnt, aber man läuft zum Schluß in die Abendkühle.

Das Gedränge am Start ist groß, aber 18.000 Läufer brauchen schließlich Platz.
Punkt 14:00 Uhr geht es los. Es sind 2 Runden zu laufen, die nur im Park etwas voneinander abweichen.
Die Laufstrecke ist sehr abwechslungsreich. Ca. 25 % Innenstadt, 25 % Landschaftslauf und 50 % am Wasser längs. 

Ich habe mir 3:30 vorgenommen und schlage das entsprechende Tempo an. Es sind 25 Grad und der Veranstalter hat die Abstände zwischen den Wasserstationen auf 2,5 bis 3 Kilomater verkürzt. 
Die Getränke kommen aus Tankwagen und sind leicht warm, was ich als sehr angenehm empfinde.

Trotzdem habe ich Magenprobleme. Vielleicht war das Frühstück zu gut.:-) An der Strecke sind Zuschauer ohne Ende, denn es ist beste Kaffee und Ausflugszeit.

Wer hat eigentlich gesagt, dass der Kurs flach ist? 

Es geht nur rauf und runter. An einer Brückenrampe werde ich zum Vorfußläufer, so steil ist der Anstieg. Zwar nur 200 Meter, aber immerhin.Manch einer hat jetzt schon HF-Max :-))) Die Ersten gehen, obwohl es doch erst die 1. Runde ist. Bei Halbmarathon habe ich Magenkrämpfe. Was soll ich machen - aussteigen? Auf dem Gehweg kommt mir Klaus entgegen. Klaus ist raus - denke ich. OK, höre ich auch auf! 
Wir stehen am Streckenrand und klagen uns unser Leid. Klaus hat sich schon auf dem ersten Kilometer eine Zerrung zugezogen. 
Wir sehen die ersten gelben RP-Shirts. Wir laufen 500 Meter mit und warten dann auf die nächsten RP-ler.
So geht es weiter, bis die Letzten aus unserem Team auftauchen.
Inge Kühnen und Gabriele Kluthe haben alle Zeit der Welt. 
Klaus und ich laufen ein Stück mit - vielleicht bis zum Ende der Straße? Oder bis zum Park? 
Na gut, das Tempo ist gemütlich, die Mädels sind nett, dann laufen wir die zweite Runde doch noch.

Wir machen uns nützlich. Laufen vor, um Getränke zu holen oder um die Männer der Beiden vorzuwarnen, die uns am Streckenrand mit der Kamera begleiten.

So sind Klaus und ich doch noch zu unseren Medaillen gekommen. Zwar mit 70 Minuten Pause bei Halbmarathon und brutto 5:00 Stunden, aber egal.

Hauptsache angekommen!

Danke an Gabriele und Inge, die uns auf die zweite Runde mitgenommen haben;-)

Ein Zieleinlauf in ein Stadion hat immer etwas Besonderes - auch hier. 
300 Meter im Stadion - Ziel - und nach 50 Metern wieder raus auf den bekannten Nebenplatz. 
Auf einer Rampe wird einem der Chip vom Schuh entfernt (ausschließlich Leihchips von Championchip, warum weiß Keiner).

Wir treffen auf die Anderen im Nachzielbereich, nachdem wir unsere Kleiderbeutel geholt haben.
Es gibt viel zu erzählen!
Verpflegung, Getränke - alles tiptop.
Zurecht behaupten die Stockholmer, dass Sie einen der schönsten Marathonläufe haben.
Diese Veranstaltung kann man uneingeschränkt weiterempfehlen.
Es lohnt sich, nach Stockholm zu fliegen.
Sonntag, Montag und Dienstag haben wir noch viel Zeit, diese schöne Stadt zu erkunden.
Dienstagabend gegen 23:00 Uhr landen wir wieder in Düsseldorf.

Fazit: Stockholm muss man gelaufen sein! Am besten in den Farben Blau/Gelb des RP-Teams 2007 ;-))))))))))))

Andreas Pützer

>> 10.11..2008