Laufbericht: Westfalentriathlon (10.06.2007); Berit Herrmann

 

Vier Disziplinen oder mein erster Triathlon...
Am vergangenen Sonntag war es soweit, früh morgens ging es mit zwei Vereinskolleginnen los zum Westfalen Triathlon nach Dortmund, Frauen Regionalliga. Sensationell, was man da alles mitnehmen und einpacken muß. Ein bischen wie bei einem Umzug.... aber irgendwann war dann alles verstaut, die Liste bin ich gedanlich bestimmt 100 mal durchgegangen aber ich habe tatsächlich nichts vergessen. 

Der Start war für 12:45 Uhr angesetzt und erst einmal galt es die Wechselzone einzurichten. Fahrrad aufstellen, Schuhe richtig hinstellen, Handtuch platzieren, Helm, Sonnenbrille, Startnummer.... alles ganz neu für mich. Wird schon schiefgehen! Eine viertel Stunde vor dem Start habe ich diesen komischen Neoprenanzug dann angezogen, komisches Teil wenn man den Gummianzug nicht gewohnt ist und schon ging es in den Dortmund-Ems-Kanal. Das ich nicht besonders gut schwimmen kann war mir klar, aber daß die anderen so gut sind hätte ich nicht gedacht. Nach dem Startschuß setzte sich das Feld in Bewegung und schnell war klar: hier gewinne ich keinen Blumentopf ;-) 1,5 km können verdammt lange sein wenn man wie ein Treibholz schwimmt. Spätestens jetzt kam mir zwischendurch der Gedanke: was machst Du hier eigentlich? Schließlich war das rettende Ufer endlich nach laaaaaaaaaaaangen 38 Minuten in Sicht und immerhin konnte ich 1 Dame und 3 Männer aus der Masterliga hinter mir lassen. Der Rest des Feldes war lange außer Sicht also war ein Aufholmanöver mit dem Rennrad angesagt. 

Jetzt lernte ich die 4te Disziplin kennen: Neoprenanzug 
ausziehen. Das sch... Teil wollte einfach nicht so wie ich wollte. Er klebte einfach an den Waden fest irgendwie. Ziemlich unprofessionell blieb mir nichts anderes übrig als mich schließlich in den Dreck zu setzen und an den Beinen zu zerren. Er gab endlich nach und der Weg fürs Rennrad war frei. Der beherzte Ritt brachte ein paar Plärtze ein, blos nicht schwächeln. 40 km waren schließlich nach ca. 1:14 absolviert und der letzte Wechsel war kein Thema.

Laufschuhe an und los ging es auf die 10 km Strecke mitten durch eine Parkanlage. 10 km? Für uns doch kein Thema (dachte ich...) nur fühlten sich die Beine erst einmal so an als würden die irgendwie nicht zu mir gehören. Der Rundkurs über 3 Runden führte vorbei an Fußgängern, Menschen auf Parkbänken und einer Familie welche sich um einen lecker duftenden Grill gruppierte. Mmmmh roch das gut, ganz schön gemein! Egal, dafür war keine Zeit. Beim Schlußspurt auf der dritten Runde konnte ich noch mal etwas Boden gutmachen und schließlich lief ich ziemlich ko ins Ziel, aber glücklich und zufrieden. Es war ein tolles Erlebnis und es macht auf jeden Fall Geschmack auf mehr!


Und wer weiß, vielleicht lerne selbst ich in diesem Leben noch das Kraulschwimmen ...

Berit Herrmann

>> 14.06..2007