Drunter und Drüber.

Laufbekleidung für das Herbst- und Wintertraining.    

Um erfolgreich für einen Frühjahrsmarathon zu trainieren, müssen Sie sich mit den unangenehmen Seiten des Winters anfreunden, denen sie im Lauftraining unausweichlich ausgesetzt sind. Insbesondere Dunkelheit, Kälte, Wind und Nässe sollten Sie nicht abschrecken. Machen Sie sich die alte Weisheit zunutze: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung!“    

Ziehen Sie sich nicht zu warm an. Wenn Sie auf dem ersten Kilometer etwas frösteln und glauben, die Wahl der Kleidung sei etwas zu optimistisch gewesen, dann stellt sich meist nach drei Kilometern heraus, dass die Kleidung optimal gewählt war, wenn Sie erst mal Ihre „Betriebstemperatur“ erreicht haben. Kleiden Sie sich nach dem Zwiebelschalenprinzip mit mehreren dünnen Schichten übereinander. Viele warme Luftschichten zwischen der Kleidung isolieren besser als eine dicke Textilschicht.    

 

Im Training sollten Sie atmungsaktive, feuchtigkeitsleitende Funktionskleidung tragen. Kleidung aus Baumwolle ist weniger geeignet, da sie die Nässe hält und verzögert abgibt.  Für die Übergangszeit in Frühling und Herbst, aber auch bei wechselhaftem Wetter, haben sich atmungsaktive regenabweisende Jacken mit herausnehmbaren Ärmeln bewährt. Sie lassen sich einfach und rasch in eine Windweste verwandeln, auch während des Laufens.  In welcher Hose Sie am besten laufen können, müssen Sie selbst herausfinden. Manche Läufer bevorzugen die klassische kurze Leichtathletikhose mit hohem und weitem Beinausschnitt, andere wiederum schwören auf Short-Tights (Radlerhose), um ein Wundscheuern der Oberschenkel zu vermeiden. Hier gibt es eine Vielzahl von Funktionsgeweben, unterschiedlichen Beinlängen und Passformen für alle erdenklichen Wetterlagen sowie Trainings- und Wettkampferfordernisse. Lassen Sie sich Zeit bei der Anprobe und nutzen Sie die kompetente Beratung in einem Laufsport-Fachgeschäft. Viele Läufer tragen bei Temperaturen zwischen 5-10° C gerne ¾ Tights. Unter 5°C sind Longtights und unter 0°C fleecegefütterte Longtights zu empfehlen.   

 

Spezielle Laufsocken mit flachen Nähten vermeiden lästige Druckstellen und Blasenbildung.    

 

Die Sportsonnenbrille ist ein weiteres wichtiges Hilfsmittel und sollte großzügig eingesetzt werden. Sie schützt die Augen vor UV-Strahlung und gleißendem Licht und hält Wind, Staub, Insekten und all die anderen kleinen Partikel fern, die Läufern insbesondere unter Bäumen in die Augen fliegen. Bei moderne Sportsonnenbrillen lassen sich schnell und leicht die Kunststoffgläser tauschen und der Witterung entsprechend stark oder leicht abdunkelnde, aber auch aufhellende Kunststoffgläser einsetzen. Sehkraft korrigierende Gläser lassen sich mühelos im Stecksystem einfügen. Sportsonnenbrillen verbessern ihr Kontrastsehen und wirken somit unfallverhütend. Im Gegensatz zu ihrer Alltagsbrille ist auch Form und Material der Sportbrille ihrem Zweck angepasst. Geeignete Modelle sind leicht, rutschfest, bruchsicher, halten Zugluft vom Auge fern und verletzen sie bei einem Sturz nicht.    Tragen Sie immer eine Kopfbedeckung, da der Wärmeverlust über die Kopfhaut sehr groß ist. 

 

Die Schirmmütze mit eingenähtem Frotteeband hat viele Vorteile und ist deshalb sehr beliebt. Der Schirm hält Regen und Schneeflocken von Gesicht und Augen fern. Er bietet Schutz vor blendendem Sonnenlicht und in der Dunkelheit vor schmerzhaftem Scheinwerferlicht entgegenkommender Fahrzeuge. Das saugfähige Stirnband verhindert, dass Schweiß in die Augen läuft. Im Sommer schützt die Kopfbedeckung vor Sonnenstich und im Winter vor Kälte. Viele langhaarige Frauen halten sich mit der Mütze die Haare aus dem Gesicht oder sichern einen Zopf damit.    

 

Besonders wichtig bei Läufen in der Dunkelheit ist das Mitführen einer kleinen Taschenlampe. Sie hilft ihnen in Gefahrenmomenten, besser gesehen zu werden und in übersichtlichen Situationen, selber besser zu sehen.   Bei Läufen in der Dunkelheit sollten Sie unbedingt helle Kleidung und Reflektorstreifen tragen. Auch kleine rote und weiße Blinkleuchtdioden, die im Fahrradhandel erhältlich sind, schützen Sie davor, von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden. Einen blinkenden batteriebetriebenen Fahrradrückstrahler können Sie schnell und einfach hinten an ihrer Schirmmütze befestigen. Sollten Sie von unbeteiligten Mitmenschen als „Wanderbaustelle“ belächelt werden, können Sie sicher sein, optimal gekleidet zu sein.  

 

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