Wehe Ihr dreht jetzt am Rad!

Jetzt bloss keine Wettkämpfe mehr.

So manche(r) von Euch steht nach wenigen Monaten strukturierten Trainings voll im Saft und möchte am liebsten heute als morgen, die persönliche Form im Wettbewerb abtesten. Wehe!!! Wer jetzt, zwei Monate vor dem Marathon, in einem Test-Wettkampf aufdreht riskiert durch Überforderung oder Verletzung einen Trainingsrückfall. 

 

Ihr habt gerade die härteste Trainingswoche des bisherigen Programms hinter Euch gebracht. Viele von Euch sind zur Zeit voll platt und brauchen dringend eine Ruhewoche. Der Norovirus und der Influenzavirus haben NRW in den Würgegriff genommen und schicken sich gerade an im Verlauf der nächsten zwei Wochen ernsthaft zuzudrücken. Wer sich jetzt im Wettkampf erschöpfend belastet ist natürlich abwehrgeschwächt und riskiert drei bis vier Wochen Ausfall durch Krankheit und anschließenden Wiederaufbau! In drei Wochen müßt ihr ohnehin mit dem 30 km Lauf unter Marathon Wettkampfbedingungen ran. Dann müßt ihr fit sein. Danach wißt ihr auch wo ihr zur Zeit steht. Was nutzt Euch da eine 10 km Zeit jetzt? Es geht um Marathon! 

 

Offen bleibt ohnehin, ob es grundsätzlich ratsam ist, einige Aufbauwettkämpfe vor dem Marathon zu absolvieren. Und wenn ja, welche Distanzen, in welcher Belastung und zu welchem Zeitpunkt. 

 

Diese Frage ist nicht für alle Läufer universell zu beantworten. Was die eine Läuferin in Hochform bringt, zieht den anderen Läufer in ein Formtief. Ein locker gelaufener 10 km Advent- oder Nikolauslauf, ein Halbmarathon Ende Januar oder Anfang Februar und ein scharfes 5.000 m Rennen im April kann einen Marathoni weit nach vorn bringen. Bedenkt aber auch die Nachteile und Gefahren. Aufbauwettkämpfe sind harte Trainingsreize, die eine maximale Ermüdung bewirken und eine erhöhte Verletzungsgefahr in sich bergen. Ihr müsst Euer Trainingsprogramm jeweils ein bis zwei Tage vor und nach dem Rennen zur Regeneration unterbrechen. Die Ermüdung nach dem Wettkampf und die schnelle Atmung während der Ausbelastung macht Euch anfälliger für Infekte in dieser kalten und nassen Jahreszeit. Wettkampfbelastungen provozieren manchmal Muskel-, Sehnen- und Gelenkreizungen, die eine längere Trainingspause nach sich ziehen. Es ist wie immer im Leben: Wer was riskiert, kann viel gewinnen, aber auch viel verlieren. Die Verantwortung liegt bei Euch. Versteht bitte, dass wir keine allgemeine Wettkampfempfehlung abgeben können. Zwingend notwendig sind Wettkämpfe vor einem Marathon nicht. 

 

Bleibt ruhig und fokussiert Euch auf Euer Ziel!! Es geht um Marathon! 

 

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